ETFs (Exchange Traded Funds) zählen gerade bei jüngeren Menschen mit zu den beliebtesten Möglichkeiten langfristig Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen. Sie sind i.d.R. kostengünstig, transparent, flexibel und bieten hohe Renditeerwartungen.
Viele Anleger setzen daher auf ETF-Sparpläne, um sich ein finanzielles Polster für den Ruhestand zu schaffen. Doch ein entscheidender Punkt wird oft übersehen: Was passiert, wenn man aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann und somit kein Einkommen mehr erzielt?
Warum Berufsunfähigkeit die Altersvorsorge / den Vermögensaufbau gefährden kann
Ein ETF-Sparplan basiert auf kontinuierlichen Einzahlungen. Fällt das Arbeitseinkommen aufgrund einer Berufsunfähigkeit weg, können diese Einzahlungen nicht mehr geleistet werden. Dies hat gravierende Folgen, wie…
– verfrühter Kapitalverzehr: Um den Lebensunterhalt zu sichern, müssen womöglich bereits angesparte ETF-Bestände verkauft werden, was die Altersvorsorge stark reduziert.
– Inflationsrisiko: Ohne kontinuierliche Einzahlungen kann das Kapital schneller schrumpfen als erwartet, insbesondere wenn die Inflation die Kaufkraft mindert.
– noch höhere Abhängigkeit von Wertentwicklungen: Tritt eine Berufsunfähigkeit ein, so entfallen die regelmäßigen Arbeitseinkünfte. Wie bereits in einem meiner letzten Blogartikel beschrieben, hört die persönliche Gelddruckmaschine auf zu funktionieren.
– insgesamt ist der Lebensstandard bedroht: Ohne Einkommen fehlen nicht nur Mittel für Sparraten, sondern auch für den Alltag.
Deshalb muss ein Dritter an dieser Stelle das Einkommen ersetzen. Diesen „Job“ übernimmt dann eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer sogenannten BU-Barrente, die i.d.R. monatliche Auszahlungen bis zu einem vereinbarten Endalter bezahlt.